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Ausbildung - Investition in die Zukunft

Die letzten Jahre waren geprägt vom Abbau der Schutzrechte für Auszubildende und Jugendliche. Die Demontage des zweiten Berufschultages, verringerte Anforderungen an die Eignung der Ausbilder und die Änderung im Paragraphen 9 des Jugendarbeitschutzgesetzes (Wegfall der Anrechnung der Berufschulzeit auf die Arbeitszeit für über 18jährige) sind nur einige Beispiele.

Zusätzliche Ausbildungsplätze sind durch den Abbau dieser sogenannten "Ausbildungshemmnisse" nicht entstanden. Aber für jeden Menschen gilt das Recht auf berufliche Bildung. Das duale System hat sich bewährt. Es muss stabilisiert und weiterentwickelt werden.

Gegen öffentlich geförderte Dumping-Ausbildung

Die Wirtschaft flüchtet aus ihrer Ausbildungsverantwortung. Bund und Länder reagieren mit immer neuen, milliardenschweren Förderprogrammen. Tausende von Jugendlichen werden in Warteschleifen "geparkt" oder in schulische Ausbildungsmassnahmen gedrängt. Was als Notprogramm begann, ist inzwischen Normalität. Darunter leidet die Ausbildungsqualität. Die IG Metall-Jugend Bayern stellt immer wieder mangelhafte Ausbildungsqualität bei ausserbetrieblichen Trägern fest: Ausbildungsgruppen werden größer, individuelle Betreuung seltener, moderne Ausbildungsmethoden sind die Ausnahme.

Tarifverträge gelten hier nicht. Betroffene Jugendliche erhalten allenfalls eine Beihilfe, Wahlen zur JAV und zum Betriebsrat sind nicht gesichert. Beschäftigungsperspektiven nach dieser Art der Ausbildung sind katastrophal. Kein Wunder angesichts dieser Ausbildungssituation.

Ausbildungskrise lösen - Umlagefinanzierung jetzt!

Die Aussichten für Jugendliche, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden, werden von Jahr zu Jahr schlechter. Immer mehr Jugendliche suchen einen Ausbildungsplatz, Unternehmen und öffentliche Hand bieten immer weniger Stellen an. Grund ist die Kurzsichtigkeit der Unternehmen. Schnelle Gewinnen zählen, nicht langfristige Konkurrenzfähigkeit. Dazu gehören qualifizierte Fachkräfte.

Berufliche Bildung - dafür stehen wir:

  • Für ein verbessertes Ausbildungsangebot und eine gerechte Verteilung der Ausbildungskosten durch eine gesetzliche Umlagefinanzierung: Wer nicht ausbildet, muss zahlen - wer ausbildet, wird entlastet!
  • Für die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung: Durch Schaffung doppelqualifizierender Ausbildungsgänge und die Öffnung der Fachhochschulen für Absolventen des "dualen Systems".
  • Schaffung von neuen, zukunftsorientierten Berufsbildern.
  • Moderne Ausbildungsmethoden wie Projektausbildung, Lerninseln und Lernaufgabenkonzepte unter Einbeziehung neuer Medien.
  • Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Methoden- und Arbeitstechniken, Projekt- und Prozessausbildung und Gruppenarbeit.
  • Reform der Berufschule. Es muss Zeit für die theoretische Ausbildung bestehen.
  • Keine betriebliche Ausbildung an Berufschultagen.
  • Für Chancengleichheit beim Zugang zu Aus- und Weiterbildung. Alle Jugendliche haben Rechtsanspruch auf berufliche Bildung. Benachteiligte werden bevorzugt gefördert.
  • Für bessere Ausbildungsqualität: u.a. durch kontinuierliche Weiterbildung des Ausbildungspersonals.
  • Für die Gleichberechtigung der Berufsschulen: Durch Verbesserung der personellen und sachlichen Ausstattung.
  • Für Vereinheitlichung der Ausbildungsqualität: Durch Ausweitung des Geltungsbereichs des Berufsbildungsgesetzes.

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