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Internationale Zusammenarbeit
Längst haben sich multinationale Konzerne die Welt aufgeteilt. Kontinente werden zu Märkten, Nationen zu Wirtschaftsstandorten. Mit verheerenden Auswirkungen: Immer mehr Menschen überall in unsere Welt verlieren Arbeit, erkämpfte Rechte und Lebensstandards. Überall suchen Menschen Ausbildungs- und Arbeitsplätze, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Häufig ohne Erfolg. Arbeitskraft ist in den Zeiten der Globalisierung zu teuer, so Unternehmen und Politiker.
Die Folge: Sozialabbau, Arbeitsplatzabbau bis hin zur Missachtung von Menschenrechten und Ausweitung von Kinderarbeit in den armen Ländern. Dem stehen schwindelerregende Gewinne von Unternehmen und Börsenspekulanten gegenüber. So sieht es aus, wenn Globalisierung zur Standortkonkurrenz verkommt. Wo internationale Lobbyisten der Arbeitgeberverbände die Konkurrenz zwischen den Menschen anheizen, müssen wir als Gewerkschafter aktiv werden.
Gleiche Chancen - weltweit
Der Wettbewerb der Standorte findet mit ungleichen Ausgangsbedingungen statt. Die Kluft zwischen Industrienationen und den Ländern der Dritten Welt wird immer grösser. Ein Fünftel der Weltbevölkerung erzielt mehr als vier Fünftel des Welteinkommens, die Industrieländer verbrauchen 60 Prozent der weltweit zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel. Die Auslandsverschuldung der Länder der Dritten Welt beläuft sich derzeit auf 2,5 Billionen US-Dollar.
Diese Schuldenlast zwingt sie, ihre Rohstoffexporte zu steigern und ihre natürlichen und ökonomischen Ressourcen rücksichtslos auszuplündern. Dieser Raubbau entzieht den Ländern zunehmend ihre Lebensgrundlage: Er verursacht weltweite bedrohliche Umweltschäden, wie das "Ozonloch", zerstört die sozialen Systeme und destabilisiert als Auslöser von Kriegen um Ressourcen ganze Regionen. Die Entwicklungsländer haben so keine realistische Chance, ihre ökonomische Basis zu verbessern und ihre sozialen Probleme zu lösen. Deshalb fordern wir: weitreichenden Schuldenerlass für die armen Länder der Erde.
Solidarität durch Zusammenarbeit
Durch die Solidaritätsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften anderer Länder lernen wir als Mitglieder der IG Metall-Jugend Bayern andere Arbeits- und Lebensbedingungen kennen. Delegationen fahren jährlich in andere Länder, etwa Nicaragua oder Südafrika. Oder nach Tschechien oder die Slowakei. So fördern wir Kontakte zwischen den Interessenvertretungen im Jugend- und Ausbildungsbereich.



