» Bildungspolitik
Bildung schafft Zukunft
Bildung ermöglicht uns die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Sie bestimmt wesentlich unser Leben, unsere Arbeits- und Einkommenssituation. Denn sie entscheidet, ob wir uns im Beruf und persönlicher Entwicklung entfalten können. Deshalb ist für uns die Frage, wer welche Bildungschance erhält, von entscheidender gesellschaftspolitischer Bedeutung.
Entwicklung statt Konkurrenzkampf
Die Situation an gemeinbildenden Schulen wird immer unbefriedigender: Klassengrößen mit über 30 Schüler sind keine Seltenheit. Trotzdem werden kaum Stellen durch Nachwuchslehrer besetzt. Und schon in der Schule erleben Jugendliche eine Gesellschaft, in der Leistungsideologie und Profitorientierung zu Konkurrenz, Ungleichheit und Ausgrenzung führen. Positive soziale und kulturelle Werte bleiben auf der Strecke.
Universitäten: Bildung ist mehr als ein Wirtschaftsfaktor
Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben eine große Bedeutung für die Lösung gesellschaftlicher Probleme. Sie haben entscheidenden Anteil an der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung unserer Gesellschaft. Der Dialog der Universitäten mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen - auch den Gewerkschaften - muss deshalb gesucht und intensiviert werden, Kooperationen dürfen nicht nur der Wirtschaft überlassen werden. Denn Aufgabe der Hochschule muss es sein, gesellschaftlich relevante Probleme kritisch und weitsichtig zu diskutieren.
Bildungspolitik - dafür stehen wir:
- Gleiche Chancen für alle. Zugangsmöglichkeiten im Bildungssystem unabhängig von der finanziellen Situation, Geschlecht und ethnischer Herkunft. Wer sich eine Zugangsberechtigung erworben hat, muss studieren können. Deshalb: Keine Studiengebühren.
- Förderung statt Auslese. Recht auf Bildung bedeut qualitativ gute Angebote. Von der vorschulischen Bildung bis hin zur Hochschulausbildung. Und auch bei der beruflichen Erstausbildung und beruflichen, kulturellen und politischen Weiterbildung.
- Bildung ist Kulturgut, nicht nur betrieblich verwertbare Qualifikation. Deshalb: Einheitliche Bildungsfreistellungsregelungen für alle Auszubildenden.
- Die internationale Ausrichtung von Studiengängen muss verbessert werden.
- Demokratisierung der Hochschulen. Die Selbstverwaltung muss in ihren Entscheidungsstrukturen durch eine Ausweitung der studentischen Mitbestimmung verbessert werden.



