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Keine Propaganda auf Kosten Geflüchteter!

Weltweit sind derzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Nur ein Bruchteil davon tritt dabei die gefährliche Reise nach Europa an.

Keine-Propaganda_940x440Die vor Krieg und Vertreibung aus ihren Heimatländern geflohenen Menschen stoßen in Europa jedoch nicht auf Verständnis, sondern oft auf Ablehnung und eine restriktive Flüchtlingspolitik. An der geschlossenen Grenze zu Mazedonien bilden sich gegenwärtig riesige Lager, genau wie an der syrisch-türkischen Grenze. Dort sitzen bereits jetzt 100.000 Geflüchtete unter menschenfeindlichen Bedingungen fest. Die meisten davon Frauen und Kinder, denen ein legaler Familiennachzug untersagt wird. Die EU handelt währenddessen fragwürdige Abkommen aus, die Menschenrechte offensichtlich mit Füßen treten und demokratischen Bedingungen spotten.
Das Schicksal geflüchteter Menschen bestimmt derzeit auch die Diskussionsplattformen der Medienlandschaft und sozialen Netzwerke. Dort äußern sich Ressentiments vor Geflüchteten in Hasskommentaren und hetzerischen Falschmeldungen, die offenkundig Rassismus und Ausländerfeindlichkeit transportieren. Abschottung findet also gegenwärtig nicht nur an den Grenzen Europas, sondern auch in den Köpfen vieler Menschen statt. Die Symptome dafür sind allgegenwärtig.

Die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen haben so Erschreckendes preisgegeben. Mit einem Wahlkampf, der auf Hetze und populistischer Meinungsmache basierte, und damit auf Kosten geflüchteter Menschen stattfand, ist eine rechtspopulistische, sowie marktradikale Partei wie die AfD in drei Landtage der BRD eingezogen.

Vor diesem Hintergrund ist die IG Metall in unterschiedlichen Bündnissen und Kooperationen aktiv, um dieser menschenverachtenden Denkart keinen Platz zu bieten. Auch Jörg Hoffmann, 1. Vorsitzender der IG Metall, hat deutlich betont, dass solche Anschauungen keinen Platz in der IG Metall haben.

Hetze und gezielte Tatsachenfälschung müssen von uns enttarnt und aufgelöst werden. Auch und gerade in den Betrieben. Der Flyer „Flüchtlinge sind an allem Schuld“, den die IG Metall Jugend Bayern gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Bayern herausgebracht hat, bietet allen Aktiven und Interessenvertreter_innen ein Instrument, um gezielt mit Vorurteilen aufzuräumen und Unsicherheiten konkret anzusprechen. Die IG Metall steht für eine solidarische Flüchtlingspolitik und wird örtliche Aktivitäten zu Gunsten Geflüchteter unterstützen, die Integration geflüchteter Menschen am Arbeitsmarkt vorantreiben und sich mit allen Kräften dafür einsetzen, dass allen Menschen, die aus Angst um ihr Leben den Weg zu uns nach Europa finden, eine Perspektive gegeben wird.

Die bayerischen Geschäftsstellen haben genügend Exemplare des Flyers vor Ort und unterstützen geplante Aktionen gerne, wendet Euch dazu an Eure IG Metall vor Ort.